Préfecture de la Singine
Was motiviert Sie, für das Amt des Oberamtes zu kandidieren?
Der Oberamtmann hat eine grosse Verantwortung im Bezirk. Er ist in administrativen und in rechtlichen Angelegenheiten gefordert, gleichzeitig aber auch Dreh- und Angelpunkt eines Bezirkes. Dank meiner breiten Berufserfahrung weiss ich, dass mir diese Arbeit liegt und Spass macht. Und es würde mich freuen, meine Visionen für den Bezirk einbringen und umsetzen zu dürfen.
Warum sollen die Senslerinnen und Sensler Sie wählen?
Seit vielen Jahren bin ich mit der Erarbeitung und Umsetzung von Gesetzen vertraut und habe dies auch aus verschiedenen Perspektiven kennen gelernt. Ich weiss, wie wichtig es ist, neutral, sachlich und unabhängig vorzugehen. Eine meiner grossen Stärken ist es, zuhören zu können, Anliegen zu verstehen und weitervermitteln zu können. Dabei hilft mir auch meine Mehrsprachigkeit, die gerade im Kanton Freiburg einen Pluspunkt darstellt.
Welche Ziele haben Sie sich für die kommende Legislatur gesetzt?
Der Sensebezirk muss unbedingt seine Zukunft planen und Visionen entwickeln. Wir haben viele junge Familien im Bezirk, die sich derzeit mit Fragen rund um die Schule beschäftigen. Jugendliche sind für ihre Ausbildung und ihre Freizeit auf ein gutes, vernetztes Angebot im öffentlichen Verkehr angewiesen. Jugendliche haben auch Anrecht auf ein attraktives Freizeitangebot. Auf der anderen Seite müssen wir uns im Bezirk aber auch damit auseinandersetzen, dass wir immer mehr ältere Mitmenschen haben werden. Diese wollen ihren eigenen Familien nicht zur Last fallen – aber möglichst lange unabhängig bleiben können. Darum müssen alternative Unterstützungs- und Wohnmodelle gefördert werden.
Gibt es andere Themen, die Sie im Sensebezirk anpacken möchten?
Der Sensebezirk muss aktiver Werbung als Wirtschaftsstandort machen. Wirtschaftsförderung heisst auch, Begleitmassnahmen zu planen, damit einerseits die Region attraktiver wird, aber auch allfällige negative Auswirkungen tragbar bleiben. Hierfür müssen gemeinsam mit den Gemeinden strategische Schwerpunkte definiert werden. Ausserdem ist die Förderung von Sportanlagen im oberen Sensebezirk wichtig. Ein Schwimmbad wird hier schon lange gefordert. Der Bezirk muss sich beim Kanton dafür einsetzen.
Wie wollen Sie dies erreichen?
Die Wirtschaftsförderung kann nur teilweise durch die Gemeinden übernommen werden. Es braucht hierzu auch eine regionale Planung. Wenn beispielsweise der Tourismus im Schwarzseegebiet gefördert werden soll, bedingt dies auch eine bessere Erschliessung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Hier kann der Oberamtmann die Bedürfnisse vernetzen und koordinieren. Und er muss die Anliegen, die den Kanton oder die Agglomeration betreffen, bei diesem einbringen. Ausserdem muss er auch die Diskussion leiten, welche Projekte noch kompatibel miteinander sind. In diese Diskussion gehört auch das Windpark-Projekt. Die Windkraft muss in der Schweiz gefördert werden. Aber es ist wichtig, die Planung einzelner Projekte nicht von anderen Projekten und Plänen abzukoppeln.






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